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Kussmaul-Medaille der DGRh 2017

Ehrung für Borgi Winkler-Rohlfing

Berlin/Stuttgart, September 2017

Für ihr Engagement und ihren Einsatz für Menschen mit rheumatisch-entzündlichen Erkrankungen zeichnet die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) Borgi Winkler-Rohlfing mit der Kussmaul-Medaille 2017 aus. Mit der silbernen Plakette ehrt die DGRh herausragende Persönlichkeiten, die mit ihrem Lebenswerk oder einer bedeutsamen Einzelleistung die Rheumatologie in Deutschland entscheidend geprägt haben. Die offizielle Ehrung findet im Rahmen der Eröffnung des 45. Kongresses der DGRh am 6. September 2017 in Stuttgart statt.

Als Betroffene gelingt es ihr besonders authentisch, die große Bedeutung der Erforschung und Behandlung dieser Erkrankungen in den Mittelpunkt öffentlichen Interesses zu rücken

Professor Dr. med. Matthias Schneider

Schwerpunkt der Arbeit von Winkler-Rohlfing ist seit mehr als 25 Jahren, auf die Situation von Menschen mit seltenen entzündlich-rheumatischen Erkrankungen, insbesondere Lupus Erythematodes, aufmerksam zu machen und deren Versorgung zu verbessern. „Als Betroffene gelingt es ihr besonders authentisch, die große Bedeutung der Erforschung und Behandlung dieser Erkrankungen in den Mittelpunkt öffentlichen Interesses zu rücken“, betont Laudator Professor Dr. med. Matthias Schneider, Generalsekretär der DGRh, „und die Belange der Patienten überzeugend zu vertreten.“ Sie stellt dabei auch die Rolle der Rheumatologen heraus, da nur diese die wenig erforschten Erkrankungen behandeln können. „Persönliches Engagement wie Frau Winkler-Rohlfing es seit vielen Jahren erbringt, ist eine tragende Säule der Rheumatologie“, ergänzt Professor Schneider.

Über Borgi Winkler-Rohlfing

Foto: Borgi Winkler-Rohlfing

Geboren 1956, legte Winkler-Rohlfing zunächst ihr Examen als Gymnasiallehrerin für Mathematik und Religion ab, anschließend die Examina für Theologie. Als sie 1989 an Lupus Erythematodes erkrankt, gibt sie in der Folge den Beruf auf. Die Pastorin im Ruhestand engagiert sich fortan in verschiedenen Organisationen für eine bessere Versorgung der Patienten: Als Vorsitzende der Lupus Erythematodes Selbsthilfegemeinschaft und der Lupus Stiftung Deutschland, im Vorstand der Deutschen Rheuma-Liga und in der Allianz Chronischer Seltener Erkrankungen (ACHSE). Sie vertritt die Belange der Patienten in Bundesärztekammer und Kassenärztlicher Bundesvereinigung. Für ihr Engagement ist Winkler-Rohlfing mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen.

Die Kussmaul-Medaille der DGRh soll die Rheumaforschung und den Austausch wissenschaftlicher Erkenntnisse und praktischer Erfahrungen unterstützen, wissenschaftliche Konzepte der Aus-, Weiter-und Fortbildung sowie der Patientenschulung fördern und Mitglieder, Ärzteschaft und Öffentlichkeit in wissenschaftlichen Fragen zu den Grundlagen der Erkennung, Behandlung, Rehabilitation und Verhütung rheumatischer Krankheiten informieren. Namensgeber der Auszeichnung ist der deutsche Internist Adolf Kussmaul, geboren 1822 in Graben bei Karlsruhe, gestorben 1902 in Heidelberg.

Kussmaul wirkte in Heidelberg, Erlangen, Freiburg und Straßburg. Im Rahmen seiner Arbeit beschrieb er die „Kussmaul-Atmung“, etwa beim diabetischen Koma und den „Kussmaul-Puls“ bei Perikarditis. Er forschte zudem mit einem Vorläufer des Gastroskops. Zusammen mit Maier beschrieb er 1866 die Kussmaul-Maier-Krankheit. Bei dieser lateinisch Panarteriitis nodosa bezeichneten rheumatisch-entzündlichen Erkrankung entzünden sich die Arterien, vernarben und führen in der Folge zu Gefäßaussackungen und Organversagen.

Die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie e.V. (DGRh) ist mit mehr als 1.400 Mitgliedern die größte medizinische Fachgesellschaft in Deutschland im Bereich der Rheumatologie. Sie repräsentiert seit 90 Jahren die rheumatologische Wissenschaft und Forschung und deren Entwicklung in Deutschland. Als gemeinnütziger Verein arbeitet die DGRh unabhängig zum Nutzen der Allgemeinheit und ohne wirtschaftliche Ziele.

Ihr Pressekontakt

Anna Julia Voormann

Generalsekretärin

Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie e.V.

Geschäftsstelle der DGRh

Wilhelmine-Gemberg-Weg 6, Aufgang C

10179 Berlin