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Update Covid-Impfregister

Juli 2022

21.10.2022

Bis zum 13. Juli 2022 waren im „COVID-19 Impfregister“ 3.313 gegen COVID-19 geimpfte Menschen mit Rheuma erfasst. Der Großteil der Registrierten ist weiblich (80%) und stammt aus den Bundesländern Hessen, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Bayern. Etwa die Hälfte ist zwischen 40-59 Jahre alt und etwa jede:r Dritte ist zwischen 60-79 Jahre alt. Fast 19% der Befragten sind unter 40 Jahre alt.

Zu den am häufigsten eingenommenen antirheumatischen Medikamenten zählen neben Methotrexat (MTX) auch Kortison und TNF-Inhibitoren. Etwa jede:r zwölfte Registrierte nimmt keine antirheumatischen Medikamente ein. Jede:r Zweite nannte als Diagnose eine Rheumatoide Arthritis, gefolgt von den Diagnosen Arthrose (18,8%) und Psoriasis Arthritis (16,4%). Hier waren Mehrfachnennungen möglich. Rund zwei Drittel, also 70,2% erhielten bei der Erstimpfung den Impfstoff von Biontech/Pfizer und 19,3% der Patienten den Impfstoff von AstraZeneca. Jede/r elfte befragte Patient/in erhielt die Impfung mit dem Impfstoff Moderna und 34 Personen wurden mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson geimpft.

Als Informationsquelle zu den COVID-19-Impfungen gab die Mehrheit der befragten Personen (62,8%) ihren Arzt bzw. ihre Ärztin an. Eine Vielzahl der Patient:innen informierte sich zudem durch eine Onlinerecherche (54,9%) oder mittels Onlinemedien (47,3%). Das Fernsehen nutzten die meisten ebenfalls, um zusätzliche Informationen einzuholen (53%). Nicht weniger wichtig war es für eine Vielzahl der Befragten, sich auch zunächst im persönlichen Umfeld dazu auszutauschen (52,6%).

Hauptausschlaggebend für eine Impfung war für die Mehrheit der Menschen, nicht erkranken zu wollen (87%). Diesem Motiv folgen die Tatsache, einer Risikogruppe anzugehören (78,9%) und das Bedürfnis, die eigenen Angehörigen schützen zu wollen (65%). Weitere signifikante Gründe waren die Tätigkeit im Gesundheitswesen bzw. in einem kritischen Bereich (mit rund 16%).

Eine Mehrzahl der Registrierten hatte keine Bedenken einer Impfung gegenüber (41%). Viele Bedenken äußerten insgesamt 5% bzw. sehr viele 3% der Befragten. Zu den häufigsten Ursachen dieser Bedenken gab mehr als jede:r Dritte Langzeitfolgen an, angeschlossen von Befürchtungen gegenüber Nebenwirkungen und einem neuen Impfstoff mit knapp über 30%. Als weitere kennzeichnende Bedenklichkeitsgründe wurde von mehr als jeder:m Fünften ein Rheumaschub (23%) angegeben, gefolgt von fehlender Wirkung (19%).

Unter den drei häufigsten Nebenwirkungen nannten die Geimpften Schmerzen an der Einstichstelle (70%), Müdigkeit (41%) und Kopfschmerzen (32%). Jede/r Sechste gab an, keine Nebenwirkungen nach der Covid-19-Impfung verspürt zu haben. Als schwerwiegende Nebenwirkung wurde bei einer Person ein Ponsinfarkt erfasst, drei Personen erkrankten an Herpes Zoster und drei Personen erlitten eine Thrombose. Die Entzündungsaktivität nahm nach der Covid-19-Impfung bei 16% der Befragten zu, wobei die durchschnittliche Stärke des Schubes (auf einer Skala von 0-10) mit 6 angegeben wurde. Bei 6% aller befragten Patienten passte der behandelnde Arzt/die behandelnde Ärztin die Immunmodulation aufgrund des Krankheitsschubes nicht an. 1% aller Befragten erhielten eine neue Immunmodulation und 1% eine neue Kombinationstherapie.

Finden Sie hier die veranschaulichten Daten als Präsentation.

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DGRh Geschäftsstelle

Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie und Klinische Immunologie e.V.

Wilhelmine-Gemberg-Weg 6, Aufgang C

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