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Lupus Erythematodes

Mycophenolatmofetil für Patienten mit Nierenbeteiligung verordnungsfähig

Berlin, Oktober 2017

Mycophenolatmofetil/ Mycophenolensäure ist jetzt für Patienten mit Systemischem Lupus Erythematodes (SLE) verordnungsfähig, sofern auch die Nieren von der Krankheit betroffen sind (Lupusnephritis Klasse II/IV und Klasse V). Diesen Beschluss hat der Gemeinsame Bundesausschuss am 21. September gefasst. Der Beschluss und eine zusammenfassende Dokumentation sind auf der Homepage des G-BA hinterlegt.

Eine Lupus-Nephritis tritt bei etwa 70 Prozent der SLE Patienten auf. Mycophenolatmofetil/ Mycophenolensäure ist in der Induktionstherapie der Lupusnephritis der Klassen IV und V verordnungsfähig, sofern Patienten Cyclophosphamid nicht vertragen. Bei jungen Patienten darf der Arzt Mycophenolatmofetil/ Mycophenolensäure in der Induktionstherapie der Klassen III und IV bevorzugt verordnen, da Cyclophosphamid sich fruchtschädigend auswirken und bei längerem Gebrauch kanzerogen wirken kann. In der Erhaltungstherapie der Klassen III und IV darf der Arzt Mycophenolatmofetil/ Mycophenolensäure alternativ zu Azathioprin verordnen, wenn dafür Gründe vorliegen. Beginnt die Induktionstherapie mit Mycophenolatmofetil/ Mycophenolensäure, ist der Arzt in der Erhaltungstherapie nicht veranlasst wegen finanzieller Gründe auf Azathioprin umzustellen. Liegt eine Lupus-Nephritis der Klasse V vor, stellt Mycophenolatmofetil/ Mycophenolensäure das bevorzugte Immunsuppressivum dar.

Die Entscheidung des Gemeinsamen Bundesausschusses ist die erste Off-Label Indikation für eine rheumatologische Erkrankung. Gerade für seltene Formen systemischer Autoimmunerkrankungen kann diese Entscheidung von großer Bedeutung sein.

Ihr Pressekontakt

Anna Julia Voormann

Generalsekretärin

Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie e.V.

Geschäftsstelle der DGRh

Wilhelmine-Gemberg-Weg 6, Aufgang C

10179 Berlin