Javascript ist deaktiviert!

Leider unterstützt ihr Browser kein JavaScript oder JavaScript ist deaktiviert. Dadurch kann es zu Fehlern in der Darstellung und der Funktionalität der Website kommen.

toggl

Deutscher Rheumatologiekongress 2020 – virtuell

Kein Präsenzkongress in München

18.06.2020

Der Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie e.V. (DGRh) hat unter dem Einfluss der Corona-Pandemie beschlossen, den Deutschen Rheumatologiekongress 2020 vom 9. bis 12. September 2020 rein virtuell durchzuführen. In den nächsten Wochen widmen sich alle Beteiligten – allen voran die Tagungspräsidenten, die DGRh und die Rheumaakademie – der Planung des digitalen Programms. Dass diese Entscheidung Substanz hat, bestätigte sich am 17. Juni abends: Die Bundesländer planen, Großveranstaltungen grundsätzlich bis mindestens Ende Oktober zu verbieten, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet.

Die gut begründeten Argumente für einen rein virtuellen Kongress, eine Präsenztagung oder eine kombinierte Veranstaltung waren stichhaltig für jede Form

Die Restriktionen der Corona-Pandemie stellen uns alle vor große Herausforderungen, so dass wir leider nicht im MOC in München tagen können.

Prof. Dr. med. Hendrik Schulze-Koops, Präsident der DGRh aus München

Mit der virtuellen Lösung hoffen wir, den besten Weg für uns alle zu gehen und wünschen allen Beteiligten und uns, die Lebendigkeit der Rheumatologie und klinischen Immunologie auch über diesen Modus vermitteln und gemeinsam erleben zu können.“

Vor der Entscheidung befragte die DGRh auch ihre Mitglieder: Von 300 Abstimmenden sprachen sich jeweils 50 Prozent für einen virtuellen, 50 Prozent für eine Kombination aus Präsenz- und virtuellem Kongress aus. „Das ausgewogene Ergebnis spiegelt die allgemeine Unsicherheit sehr gut wieder“, so Schulze-Koops. Ein maßgebliches Argument gegen einen Präsenzkongress war die Beschränkung der Teilnehmer: Unter den gebotenen Hygieneauflagen hätte die DGRh – trotz erweiterter Hallenfläche in München – nur etwa 1200 Gäste empfangen können. „Es ist fraglich, ob ein „echter“ Rheumatologiekongress mit allen Facetten der Interaktion, Diskussion und Kommunikation überhaupt entstanden wäre“ bedauert der Leiter der Rheumaeinheit an der Ludwig-Maximilians-Universität. Aber auch medizinische, rechtliche und wirtschaftliche Gründe sprechen dagegen. Viele Teilnehmer und auch ausstellende Firmen müssen einen Besuch des Kongresses gänzlich ausschließen.

Die DGRh passt nun das fachliche Programm mit all seinen Themen an die neue Form an – mit mehreren parallelen live-Vorträgen, Diskussionsforen und „on demand“-Sessions, jederzeit für die Teilnehmer zum Abruf. Auch die Posterpräsentationen sollen online stattfinden. Die Rheumaakademie organisiert mit ihrem technischen Partner M-Events den Deutschen Rheumatologiekongresses 2020. Auch den ausstellenden Firmen bietet sie ein attraktives Forum, das diese kreativ gestalten können. „Dieser hier vorgeschlagene Weg ist zwar nicht mit einem Präsenzkongress gleichzusetzen, birgt aber Chancen, die wir neugierig nutzen sollten“, so Professor Schulze-Koops.

Die Messe München und das MOC haben in der aktuellen Situation hoch professionell reagiert. „Für diese ausgezeichnete Unterstützung sind wir sehr dankbar“, so Schulze-Koops. Das MOC habe der Rheumaakademie im Vorfeld perfekt und mit großem Engagement eine sorgfältige Prüfung der Gegebenheiten ermöglicht. Alle beteiligten Partner, Dienstleister und Firmen informiert die Rheumaakademie baldmöglichst in den nächsten Tagen über das weitere Vorgehen.

Ihr Kontakt

DGRh Geschäftsstelle

Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie e.V.

Wilhelmine-Gemberg-Weg 6, Aufgang C

10179 Berlin