Erwachsenen- Kerndokumentation
TransitionCare - Jugend- zum Erwachsenenalter



Was ist Versorgungsforschung?

Fragestellungen der Versorgungsforschung können betreffen

  • die Zugangsmöglichkeiten bzw. -barrieren zum Versorgungssystem,
  • die gerechte Verteilung von Lasten und Nutzen auf die Bevölkerung,
  • die Nutzung und Angemessenheit von Leistungen,
  • die Anreizwirkungen auf Seiten der Leistungsanbieter und Präferenzen der Leistungsnachfragenden (Patienten) und
  • die Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit von Subsystemen, Institutionen oder Programmen.

 

Der 108. Deutsche Ärztetag 2005 beschloss die Realisierung des vom Arbeitskreis „Versorgungsforschung“ beim wissenschaftlichen Beirat der Bundesärztekammer vorgelegten Rahmenkonzeptes zur Förderung der Versorgungsforschung. Damit kommt diesem Bereich der Gesundheitssystemforschung eine zunehmende Bedeutung zu. Viele der oben genannten Fragestellungen sind im Zusammenhang mit chronischen Erkrankungen von Bedeutung, wie dies bei entzündlich und nicht entzündlich rheumatischen Erkrankungen der Fall ist.

 

 

 

Definitionen der Versorgungsforschung

 

„Gesundheitssystemforschung befasst sich mit Bedarf, Inanspruchnahme, Ressourcen, Strukturen, Prozessen, Ergebnissen und zuschreibbaren Resultaten („Outcomes“) von systemisch organisierten Ansätzen der Krankheitsverhütung, -bekämpfung oder -bewältigung - d.h. von ganzen Gesundheitssystemen, Subsystemen, Institutionen und Programmen - und verknüpft diese Elemente analytisch bewertend. Gesundheitssystemforschung, die sich auf die Mikroebene - insbesondere auf Institutionen, Programme oder einzelne Gesundheitstechnologien - bezieht, wird auch als Versorgungsforschung bezeichnet.“ 

 

(Schwartz FW/Busse R: Denken in Zusammenhängen – Gesundheitssystemforschung . In: Das Public Health Buch, 1998)

 

 

“Health services research is a multidisciplinary field of inquiry, both basic and applied, that examines the use, costs, quality, accessibility, and delivery, organization, financing, and outcomes of health care services to increase knowledge and understanding of the structures, processes, and effects of health services for individuals and populations.”

 

(Institute of Medicine 1995)

 

 

 

Prof. Dr. Angela Zink/Geschäftsstelle, 08.04.2009