Medikamentöse Therapie:
TNF-Blocker
Voraussetzungen
Hintergrund
Dosierung
Untersuchungen
Kontraindikationen - Abbruchgründe
Weitere Indikationen
Literatur



Sonstige Stellungnahmen



Hintergrund

Rheumatoide Arthritis (RA, chronische Polyarthritis), juvenile idiopathische Arthritis und Spondyloarthritiden (ankylosierende Spondylitis, Psoriasisarthritis) sind schwerwiegende Erkrankungen, die mit anhaltenden Schmerzen einhergehen und zu Gelenkdestruktionen, Minderung der Lebensqualität, Funktionsverlusten, Arbeitsunfähigkeit und Verkürzung des Lebens führen können. Sie verursachen erhebliche direkte und indirekte Kosten für das Gesundheitssystem und die Gesellschaft.

 

Es gibt heute eine Reihe wirksamer Medikamente (sog. Basistherapeutika), die allein oder in Kombinationen die Symptome der Erkrankung lindern, Gelenkdestruktion und Funktionsverlust verzögern oder aufhalten und die Lebensqualität verbessern können. Da diese Medikamente bei vielen Patienten nicht ausreichend wirksam sind und nicht selten wegen Nebenwirkungen abgesetzt werden müssen, sind neue Therapieformen mit geprüfter Wirksamkeit als Alternative wünschenswert.

 

Die "biologischen" Hemmstoffe des Tumornekrosefaktors (TNF) stellen eine Bereicherung der Behandlungsmöglichkeiten dar. Sie führen in vielen Fällen zu einer deutlichen Besserung der Krankheitssymptome, einem Abfall der labormedizinischen Parameter der Krankheitsaktivität und einer Verbesserung der Lebensqualität. Dies trifft auch auf Patienten zu, die auf die konventionellen Basistherapeutika nicht angesprochen hatten. Die vorliegenden Daten zeigen auch eine Verlangsamung, bei einem Teil der Patienten bis hin zum Stillstand der im Röntgenbild erkennbaren Destruktionen bei RA und Psoriasisarthritis. Im Vergleich zu konventionellen Basistherapeutika ist der Wirkungseintritt bei der spezifischen TNF-Hemmung rasch. Ist innerhalb von 3 Monaten kein Ansprechen der Therapie zu dokumentieren, sollte die Behandlung nicht fortgesetzt werden.

 

Kurz- und mittelfristig sind Häufigkeit und Schwere von Nebenwirkungen gering. Wie bei allen neuen Medikamenten liegen noch keine umfassenden Erfahrungen zur Langzeitverträglichkeit und Langzeitwirksamkeit vor, wenngleich in ständig wachsendem Umfang Erfahrungen hierzu in nationalen und internationalen Registern zusammengetragen werden.

 

Wegen der differenzierten Indikationsstellung und der Notwendigkeit der kompetenten Überwachung von Wirksamkeit und Verträglichkeit sollte die Behandlung mit derartigen Wirkstoffen durch Ärzte eingeleitet werden, die eigene umfangreiche Erfahrungen in der Diagnostik, klinischen Untersuchung, Langzeitdokumentation und Behandlung von Patienten mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen, insbesondere auch mit immunmodulierenden Wirkstoffen, besitzen. Das ist bei Erwachsenen in der Regel ein internistischer Rheumatologe bei Kindern ein in der Kinder- und Jugendrheumatologie erfahrener Arzt.

Therapie-Empfehlung TNF-Blocker

 

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Leflunomid in Kombination mit TNF Blockern

 

DGRh Stellungsnahme, PDF