Medikamentöse Therapie:
Perioperatives Management
Einleitung
A. Allgemeine Empfehlung und Risikoeinschätzung
B. Empfehlungen zu den einzelnen Substanzen
Zusammenfassung
Literatur



Sonstige Stellungnahmen



Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie zur perioperativen Vorgehensweise unter Therapie mit DMARDs und Biologika bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen

 

 

K.Krüger, K.Albrecht, S.Rehart, R.Scholz und die Kommission Pharmakotherapie der DGRh

 

Die Empfehlungen sind vom Vorstand und der Kommission Pharmakotherapie der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie nach einer systematischen Literaturrecherche (Stand 30.04.2013) und einem Konsens-Prozess entwickelt und verabschiedet worden.

 

 

Zusammenfassung

 

Der perioperative Einsatz antirheumatischer Arzneimittel kann zu einem erhöhten Infektionsrisiko und zu einer Wundheilungsstörung bis zum manifesten Infekt führen, andererseits kann eine Unterbrechung der antirheumatischen Therapie einen Krankheitsschub zur Folge haben. Beides kann, insbesondere in der Endoprothetik, den Operationserfolg gefährden. Da nur wenige Daten mit ausreichend hoher Evidenz vorliegen, sind die vorliegenden Empfehlungen als hinweisgebend einzuordnen, es ist stets eine individuelle Risikoeinschätzung vorzunehmen. Klassische DMARDs wie MTX können im Normalfall fortgeführt werden - ob dies auch für Leflunomid gilt, ist noch umstritten. Für Biologika wird eine Unterbrechung von zwei Halbwertszeiten vor der geplanten OP empfohlen. Die Therapie kann nach abgeschlossener  Wundheilung und bei fehlenden Zeichen einer Infektion fortgeführt werden.

 

 

DGRh-Geschäftsstelle, 21.02.2014

Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie zur perioperativen Vorgehensweise unter Therapie mit DMARDs und Biologika bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen

 

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