Medikamentöse Therapie:
Leflunomid
Eigenschaften - Wirkmechanismus
Wirksamkeit
Kombinationstherapie
Therapie-Sicherheit
Literatur



Sonstige Stellungnahmen



Der Einsatz von Leflunomid bei der rheumatoiden Arthritis

K. Krüger, W. Bolten und die Kommission Pharmakotherapie der DGRh

Z Rheumatol 64:96–101 (2005), DOI 10.1007/s00393-005-0694-8

 

Zusammenfassung

 

In drei kontrollierten klinischen Studien hat sich Leflunomid (LEF) als ein effektives Basistherapeutikum für die Behandlung der aktiven RA erwiesen. Neben der Verbesserung klinischer Parameter wurde auch eine ausgeprägte Besserung des Funktionsstatus und eine Verminderung der radiologisch erfassbaren Krankheitsprogression in allen drei Studien belegt. Ein Vergleich mit anderen Basistherapeutika ist anhand dieser Studien direkt nur mit Sulfasalazin (SSZ) und Methotrexat (MTX) möglich: LEF und SSZ hatten identischen Einfluss auf den radiologischen Status, LEF war dem SSZ bezüglich der Besserung des Funktionsstatus und in den Zweijahresdaten auch im klinischen Status überlegen. Die Ergebnisse der beiden MTX-Vergleichsstudien scheinen aus methodischen Gründen (unterschiedliche Folsäure-Substitution) diskrepant zu sein. Bei zusammenfassender Beurteilung kann von einer etwa gleichen Wirksamkeit beider Substanzen ausgegangen werden. Als effektiv hat sich auch eine Kombinationstherapie LEF + MTX bei Patienten gezeigt, die zuvor nicht ausreichend auf eine MTX-Monotherapie angesprochen hatten. Es ist allerdings dabei zu beachten, dass durch eine kurz zurückliegende oder gleichzeitige Behandlung mit anderen hepato- oder hämatotoxischen DMARDs wie Methotrexat) das Risiko schwerer Nebenwirkungen erhöht werden kann. Weitere Kombinationen unter Einschluss von LEF sind bisher nicht ausreichend untersucht. Pharmakologisch zeichnet sich LEF durch eine lange Halbwertszeit und bis zu zwei Jahren anhaltende Verweildauer des aktiven Metaboliten im Organismus aus. Es ist deshalb bei Anwendung der Substanz strikt auf die Empfehlungen zur Therapie-Sicherheit (Überwachungsprinzipien, Vorsichtsmaßnahmen, Kontraindikationen) zu achten.

 

Seit Ende 1999 ist Leflunomid (Arava®) in Deutschland als Basistherapeutikum für die Behandlung der rheumatoiden Arthritis (RA) zugelassen. Klinische, funktionelle und radiologische Effektivität sowie Toxizität dieser Substanz und hieraus resultierend ihre Stellung innerhalb der Gruppe der Basistherapeutika sind in den letzten Jahren Thema intensiver und z.T. kontrovers geführter Diskussionen gewesen [1–3]. Auf der Basis der bisher vorliegenden Daten wird im Folgenden der gegenwärtige Stellenwert dieser Therapie definiert.

Therapie-Empfehlung Leflunomid

 

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Leflunomid in Kombination mit TNF Blockern

 

DGRh Stellungsnahme,   PDF