Mittels Arthrosonographie gelang der Nachweis, dass durch die Radiosynoviorthese eine Abnahme der Synovialisdicke von 30–40 erreicht werden kann [16]. Weiterhin nahm im Vergleich zu szintigrafischen Untersuchungen vor der Therapie die Anreicherung von 99mTc-MDP in den behandelten Gelenken nach zwei Monaten auf 52 (große Gelenke) bzw. 37 (Fingergelenke) ab. Eine Vergleichsgruppe wurde in dieser Untersuchung nicht mitgeführt.
Insgesamt ist festzustellen, dass für die Anwendung der RSO bei Patienten mit rheumatoider Arthritis und persistierender Synovialitis ausreichend Daten für die kurz- und mittelfristige Wirksamkeit vorliegen. Für die seronegativen Spondyloarthropathien sind zwar weniger umfangreiche Studien vorhanden, jedoch rechtfertigen die bisherigen Ergebnisse die Anwendung der RSO auch bei diesen Diagnosen. Mehrere kleine Beobachtungsstudien zeigen die Wirksamkeit der RSO bei der villonodulären Synovialitis und bei der Hämophilie-Arthropathie. Aufgrund der pathogenetischen Unterschiede zu den entzündlichen Gelenkerkrankungen und wegen unzureichender Datenlage kann der Einsatz der RSO bei der Arthrose nicht empfohlen werden. Eine Beschränkung auf Nuklide mit geringem Abstrom aus dem Gelenk ist aus strahlenhygienischer Sicht dringend erforderlich.