Eine maximale Strahlendosis wird vom Gesetzgeber explizit nur für 186-Rhenium angegeben. Pro Sitzung gilt hier eine Maximaldosis von 400 MBq, und die applizierte Jahresdosis soll 750 MBq nicht überschreiten [38]. Obwohl die Daten empirischen Ursprungs sind, wird empfohlen, diese Grenzdosen für die RSO als Summen-Grenzdosen unabhängig vom verwendeten Präparat zu verwenden.
Untersuchungsergebnisse aus dem Jahre 1975 [18, 21] zeigen Unterschiede zwischen verschiedenen 90-Yttrium-haltigen Kolloiden in ihrer Stabilität und in ihrem Abstromverhalten aus dem Gelenk. Der in regionalen Lymphknoten wiedergefundene Anteil der injizierten Aktivität war bei 90-Yttrium-Citrat 24 Stunden nach Injektion doppelt so hoch wie bei 90-Yttrium- Silikat. Chromosomenschäden an Lymphozyten traten bei Verwendung von 90- Yttrium-Citrat häufiger auf als bei 90-Yttrium- Silikat. Die Autoren empfehlen deshalb, 90-Yttrium-Silikat zu verwenden, da es länger im Kniegelenk verbleibt als andere Radiokolloide.
Dosimetrische Untersuchungen nach 169-Erbium- und 186-Rhenium-Injektion in üblicher Dosierung [32] kamen zu dem Ergebnis, dass in Folge einer 169-Erbium- Injektion keine, nach 186-Rhenium-Injektion eine geringe, allerdings 30fach niedrigere als bei Radiojod-Therapie beobachtete Zunahme von Chromosomen-Aberrationen nachweisbar ist. Die über den regionalen Lymphknoten messbare Strahlenintensität ist bei fehlender Gelenk-Immobilisation höher als bei Ruhigstellung [16].
Fehlende Immobilisation und der szintigrafische Nachweis einer hochfloriden Arthritis korrelieren mit einem größeren Abstrom des Nuklids aus dem Gelenk [23].
Die Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Nuklearmedizin [9] nennen als Indikationen zur Radiosynoviorthese chronische Synovialitiden mit rezidivierenden Gelenkergüssen bei
Aufgrund der oben dargestellten Datenlage wird die folgende Eingrenzung vorgeschlagen.