Indikationen für die RSO mit 186-Rhenium und 90-Yttrium sind chronische Synovialitiden mittlerer und großer Gelenke mit rezidivierenden Gelenkergüssen bei
169-Erbium wird eingesetzt für die Radiosynoviorthese kleiner Gelenke wie z.B. Metacarpophalangealgelenke (MCP), proximale Interphalangealgelenke (PIP), distale Interphalangealgelenke (DIP) und Metatarsophalangealgelenke (MTP) zur Behandlung einer chronischen Synovialitis mit rezidivierenden Gelenkergüssen bei
169-Erbium darf bei chronisch-entzündlichen Gelenkerkrankungen nur eingesetzt werden, wenn eine vorausgehende sechsmonatige medikamentöse Therapie einschließlich intraartikulärer Steroidapplikation nicht zum Erfolg geführt hat.
Bei chronisch-entzündlichen Gelenkerkrankungen wird eine drei- bis sechsmonatige systemische medikamentöse Therapie vor der RSO gefordert, wobei die RSO nicht die primäre Form der intraartikulären Therapie darstellt. Unabhängig von der zugrunde liegenden Diagnose soll mindestens eine erfolglose intraartikuläre Injektion eines kristallinen Glukokortikoids der RSO vorausgehen.
Schwangerschaft und Laktation gelten als absolute Kontraindikation, ebenso ein massiver Hämarthros wegen der Möglichkeit des Übertritts der Beta-Strahler in die Zirkulation. Über die Sicherheit der Behandlung von Kindern und Jugendlichen bzw. bei nicht abgeschlossenem Knochenwachstum liegen keine Daten vor. Wie bei jeder anderen intraartikulären Injektion ist die Behandlung nicht durchzuführen bei lokalen Infektionen in der Umgebung der Injektionsstelle. Eine rupturierte Poplitealzyste, eine Rotatorenmanschettenruptur oder sonstige Zustände, die einen unkontrollierten Abstrom des Nuklids aus dem Gelenk ermöglichen, stellen ebenfalls eine absolute Kontraindikation dar.