Ein Raynaud-Syndrom sollte dann behandelt werden, wenn es zu einer subjektiven Beeinträchtigung des Befindens führt, und insbesondere dann, wenn es neben der Verfärbung zu einem Taubheitsgefühl oder zu Missempfindungen oder Schmerzen kommt. Zeichen der mangelnden Durchblutung der Haut sind die Verdickung der Haut und eine Rissigkeit an den Fingern. Dies gilt vor allem für das sekundäre Raynaud-Syndrom, aber auch das primäre Raynaud- Syndrom kann in schweren Fällen zur Therapiebedürftigkeit führen. Die Behandlungsindikation richtet sich nach der Schwere der Symptome.
Akrale Ulzerationen beeinflussen nicht nur in starkem Maße die Lebensqualität und Selbstständigkeit der Patienten, sie stellen häufig auch eine Infektionsquelle dar. Sie sollten in jedem Fall zusätzlich zur externen Wundversorgung behandelt werden. Da Rauchen das Raynaud-Syndrom und seine Folgen verschlimmert, ist Nicht-Rauchen die erste Therapie! Medikamentösen Therapie sind dann erforderlich, wenn Wärmeapplikationen, fettende Salben zur Pflege der Haut und das weitgehende Vermeiden von längerfristigem Wasserkontakt (führt zur Austrocknung der Haut) nicht ausreichend wirksam sind.