Medikamentöse Therapie:
Radiosynoviorthese
Zusammenfassung
Durchführung
Studien / klin. Erfahrungen
Vergleichsstudien m.Glukokortikoiden
Beobachtungsstudien
Placebo-Studien / Meta-Analysen
Besondere Diagnosen
Allg. Aussagen
Strahlenhygiene
Indikationen / Kontraindikationen
Wirksamkeit
Literatur
Buchbesprechungen



Sonstige Stellungnahmen



Beobachtungsstudien

 

 

Erbium.

 

Menkes [35] und Delbarre [7] berichteten als erste über die Wirksamkeit der RSO an kleinen Fingergelenken. Wesentlich für den Erfolg der RSO ist eine ausreichende Immobilisierung über mehrere Tage. Konsequente Ruhigstellung sollte für die Dauer der einfachen Halbwertszeit eingehalten werden. Es wird vermutet, dass weniger zufriedenstellende Ergebnisse der Behandlung kleiner Fingergelenke auf die mangelhafte Immobilisation zurückzuführen sind [13].

 

 

Rhenium.

 

In einer Untersuchung fand sich ein (von den Autoren [49] selbst definierter) „guter Effekt“ der RSO bei 56 behandelter Sprunggelenke, wobei vorzugsweise Patienten mit RA (49 RA, 3 Psoriasis arthropathica, 1 posttraumatisch, 1 reaktive Arthritis) behandelt worden waren. Die Autoren kamen zudem zu der Schlussfolgerung, dass bei höherem Steinbrocker-Stadium ein schlechteres Ergebnis erzielt wird. Informationen über die laufende antirheumatische Therapie liegen nicht vor. Kerschbaumer et al. [29, 42] empfahlen auf Grund der Ergebnisse einer vergleichenden Studie, sechs Wochen nach arthroskopischer Synovektomie eine Radiosynoviorthese anzuschließen. Diese kombinierte Behandlung zeigte sich gegenüber der alleinigen Radiosynoviorthese am oberen Sprunggelenk signifikant und gegenüber der alleinigen arthroskopischen Synovektomie im Trend (symptomatische Besserung) überlegen.

 

 

Yttrium.

 

Aus dem Jahre 1975 stammt eine vergleichende Untersuchung von Radiosynoviorthese und operativer Synovektomie [20] am Kniegelenk. Die Autoren konnten bei einer Nachuntersuchungszeit von 2 Jahren keinen Unterschied in der Häufigkeit von Lokalrezidiven der Synovialitis feststellen und stellten die geringere Komplikationsrate der RSO heraus. Die Zugabe von Triamcinolonacetat zu 90-Yttrium bot an einer größeren Gruppe von Patienten mit Kniegelenks-Arthritis keinen Vorteil in der kurz- und mittelfristigen Wirksamkeit [48].

Therapie-Empfehlung Radiosynoviorthese

 

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