Menkes zeigte in einer Beobachtungsstudie [33] eine Befundbesserung bei 50–60% der behandelten Hand-, Ellenbogen- Schulter-, Sprung- oder Hüftgelenke. Einige größere Serien von Nachuntersuchungen [27, 30, 44] lassen zwar Vergleichsgruppen mit einer alternativen Behandlung und Informationen über die medikamentöse Therapie der Arthritis in der Beobachtungszeit vermissen, kommen aber mehrheitlich zu dem Ergebnis, dass selbst Jahre nach Radiosynoviorthese bei ca. 65% der behandelten Patienten ein gutes oder sehr gutes Ergebnis zu verzeichnen ist. Ein unveränderter Befund oder eine Verschlechterung nach durchschnittlich viereinhalb Jahren bestand bei 13% der behandelten Gelenke. Bei differenzierter Betrachtung der Diagnosen ergibt sich ein Vorteil für Patienten mit rheumatoider Arthritis gegenüber Patienten mit aktivierter Arthrose (Ansprechraten von 80 vs. 56%) [30]. Darüber hinaus ist der Effekt der RSO bei fortgeschrittenem Gelenkbefund (höhergradige Arthrose [47], höheres Röntgenstadium der entzündlichen Gelenkerkrankung [41, 45], längere Erkrankungsdauer [10]), aber auch bei der primären Gonarthrose [26] schlechter als beispielsweise bei Spondyloarthropathien und bei jüngeren Patienten. Die Effektivität einer Re-RSO ist geringer als die der Erstbehandlung. So kam eine Auswertung von Radiosynoviorthesen am Handgelenk zu dem Ergebnis, dass eine Zweit-RSO nur bei 38–54% der Patienten (nach 12 bzw. 6 Monaten) zu einer Besserung führte [11]. Der Placebo-Effekt findet keine ausreichende Berücksichtigung. Eine Schmerzlinderung wurde bei 57% der mit Verum (RSO) behandelten Patienten gegenüber 38% der mit Placebo behandelten Patienten gefunden [4]. Die entsprechenden Zahlen für eine „Besserung“ liegen bei 53 bzw. 26% [46].