Medikamentöse Therapie:
Tocilizumab
Interleukin 6
Wirkmechanismus
Einsatz
Ausgangs- und Kontrolluntersuchungen
Kontraindikationen
Infusion
Unerwünschte Wirkungen
Laborabweichungen
Infusionsreaktionen
Kombinations- und Monotherapie
Fazit
Anhang JIA
Literatur



Sonstige Stellungnahmen



Empfehlungen zum Einsatz von Tocilizumab bei der Rheumatoiden Arthritis

 

Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie

Stand Februar 2010

 

Angela Gause
Andrea Rubbert-Roth
Hartmut Michels
Markus Gaubitz
Werner- J. Mayet
und die Kommission Pharmakotherapie der DGRh

 

 

Einleitung

 

Neben verschiedenen Biologika zur Inhibition von Tumor Nekrose Faktor-alpha (TNFα und Interleukin 1, zur B-Zell Depletion und zur selektiven T-Zell-Modulation steht für die Behandlung der mittelschweren bis schweren rheumatoiden Arthritis seit diesem Jahr als neues Biologikum der humanisierte monoklonale Antikörper Tocilizumab (TCZ) gegen den IL-6 Rezeptor zur Verfügung1.

 

Die vorliegende Empfehlung  soll die Handhabung von TCZ im Alltag für Rheumatologen erleichtern und wurde von der Kommission Pharmakotherapie der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie erarbeitet und verabschiedet. Sie basiert auf bis September 2009 publizierten Originalarbeiten und den Anwendungsempfehlungen.

 

TCZ ist ein humanisierter antihumaner Interleukin-6 Rezeptor-Antikörper (IgG1), der gentechnologisch hergestellt ist [1]. Im April 2005 wurde TCZ als weltweit erste Therapie des Castleman’s Disease zugelassen [2]. TCZ wurde auch zur Therapie der rheumatoiden Arthritis, der juvenilen idiopathischen Arthritis und des M. Crohn geprüft [3,4].

Therapie-Empfehlung Tocilizumab

 

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