Rheumatoide Arthritis
Reaktive Arthritis
Fibromyalgiesyndrom



Was ist eine Reaktive Arthritis bzw. ein Reiter-Syndrom?

 

Die reaktive Arthritis ist eine rheumatische Erkrankung, die nach einer bakteriellen Infektion im Magen und Darm oder an den Harnwegen und Geschlechtsorganen entsteht. Die Gelenkentzündungen betreffen meist nur wenige Gelenke, bevorzugt die Beinen, und treten typischerweise wenige Tage bis mehrere Wochen nach einer abgeklungenen Gastroenteritis mit bestimmten Bakterien (z.B. Salmonellen) oder einer urogenitalen Infektion z.B. mit Chlamydien treten Gelenkentündungen und manchmal auch Sehnenansatzentzündungen auf. Die auslösenden Erreger sind typischerweise im entzündeten Gelenk nicht mehr nachweisbar. Wenn außer an den Gelenken auch Entzündungen an den Schleimhäuten der Harnwege, der Augen oder des Munds auftreten spricht man von einem Reiter-Syndrom.

 

 

Reaktive Arthritis mit Ansatzentzündung der Achillessehne und Schleimbeutelentzündung

Welche Beschwerden und Symptome können reaktiver Arthritis auftreten?

 

Die Gelenkentzündung verursacht eine meist akute schmerzhafte Gelenkschwellung mit Bewegungseinschränkung. Meist sind nur eines oder wenige Gelenke betroffen. Manchmal auch Gelenke an der Wirbelsäule. Harnwegsinfekte äußern sich meist durch Brennen beim Wasserlassen, bei Frauen auch durch Scheidenausfluss.

 

 

 

Wie kann man die Krankheit diagnostizieren?

 

Entzündungen der Gelenke und Schleimhäute werden durch körperliche Untersuchung festgestellt. Die Urin- untersuchung zeigt eine Entzündung der Harnwege an.

Entzündung an den Fußsohlen

Wesentlich sind die Angaben über vorausgegangene Magen-Darm- oder Harnwegsinfekte. Laboruntersuchungen des Stuhls und Urins können den auslösenden Erreger leider nicht immer nachweisen. Der Nachweis erregertypischer Antikörper im Blut zeigt, dass sich das Immunsystem mit den Erregern auseinandergesetzt hat.

 

 

 

 

Welche Behandlungen gibt es bei reaktiver Arthritis?   

 

Die schmerzhaften Gelenkschwellungen werden mit entzündungshemmenden Medikamenten (Antirheumatika, evtl. Cortisonhaltige und Basismedikamente) in Form von Tabletten oder Cortisoninjektionen in die entzündeten Gelenke behandelt. Lokale Kälteanwendungen lindern die Beschwerden. Antibiotika ändern den Verlauf nicht.

 

 

Wie kann die Krankheit verlaufen?

 

Meist klingt die reaktive Arthritis nach wenigen Wochen bis Monaten ab. Bei zirka ein Viertel der Betroffenen ist der Verlauf chronisch und Bedarf einer medikamentösen Langzeitbehandlung.


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