Medikamentöse Therapie:
Pulmonaler Hypertonie
Diagnostische Massnahmen
Spezifische Therapie



Sonstige Stellungnahmen



Hintergrund und diagnostische Maßnahmen

Die pulmonale Hypertonie ist eine potentiell lebensgefährlicheKomplikation verschiedener rheumatischerErkrankungen. Da die pulmonale Hypertonielange klinisch stumm verlaufen kann und frühe klinischeSymptome schwer von denen der Grunderkrankungzu unterscheiden sind, ist sie vor allembei Patienten mit rheumatischen Erkrankungen unterdiagnostiziert.Die Prognose der pulmonalen Hypertonieverschlechtert sich jedoch mit steigendempulmonal-arteriellen Druck dramatisch, daher ist diefrühzeitige Diagnose für das Einleiten einer adäquatenTherapie essentiell. Dazu sollte bei Risikopatientenmindestens zweimal pro Jahr eine ausführlicheAnamnese, die explizit nach möglichen Frühsymptomeneiner pulmonalen Hypertonie fragt (Tab. 1), erhobenwerden. Bei jedem Patienten mit einer rheumatischenErkrankung und Dyspnoe sollten zusätzlichzur weiteren Diagnostik ein EKG (Rechtsherzbelastung?), eine 2D-Echokardiographie mit Dopplersonographie, eine Röntgenaufnahme des Thoraxesin zwei Ebenen (Durchmesser der Pulmonalarterien?Herzgröße?) und eine Lungenfunktionsprüfungdurchgeführt werden.

 

 

Tab. 1 Mögliche Frühsymptome der pulmonal-arteriellen Hypertonie

 

Da dopplersonographisch derDruckgradient über der Trikuspidalklappe nicht-invasivermittelt werden kann und die dopplersonographischeEchokardiographie in weiten Bereichen gutmit der Rechtsherzkatheter-Untersuchung korreliert,empfiehlt die WHO, bei allen Patienten mit rheumatischenErkrankungen unabhängig von Hinweiszeichenin der Anamnese einmal jährlich eine transthorakale2D-Echokardiographie mit Dopplersonographie durchzuführen. Eine pulmonale Hypertonieliegt vor, wenn der mittlere Druck in der Arteriapulmonalis 25 mmHg in Ruhe oder 30 mmHg unterBelastung übersteigt.

Therapie-Empfehlung Pulmonale Hypertonie

 

Druckversion (PDF)