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Thomas Pap ab Januar 2010 neuer Kompetenznetz-Sprecher![]()
Von Grund auf neugierig
Wählt man die Nummer von Thomas Paps Sekretärin, kann es gut sein, dass nicht wie vermutet Jennifer Gerding, sondern der 43-Jährige direkt ans Telefon geht. Da er ein neugieriger Mensch sei und Frau Gerding grad nicht am Platz, könne er doch rangehen, meint Thomas Pap dann ganz unprätentiös. Die Selbstverständlichkeit, mit der er trotz seiner Chefposition als Direktor des Instituts für Experimentelle Muskuloskelettale Medizin am Universitätsklinikum Münster auch mal Telefondienst schiebt, verblüfft. „Er hat immer ein offenes Ohr“, sagt Jennifer Gerding, die Pap seit seiner Berufung nach Münster 2004 zur Seite steht - und die erstmal die Tür zu Paps Büro schließt, wenn man sie nach den Eigenheiten ihres Chefs ausfragt. Weil er so neugierig sei.
Trotz aller Hilfsbereitschaft: Verzetteln gibt es bei Thomas Pap nicht. Vielmehr scheint es, als würde der aus Magdeburg stammende Arzt die Dinge doppelt so schnell erledigen. Wer ihn kennt, weiß: So schnell wie er spricht, denkt er auch. Man kann Thomas Pap, der wie sein Zwillingsbruder den Arztberuf wählte, getrost als Workaholic bezeichnen: „Neben“ seinen Lehr- und Forschungstätigkeiten in Münster ist der Star Trek-Fan Gutachter bei verschiedenen Fachgesellschaften, Forschungsförderorganisationen und internationalen Fachzeitschriften. Seine übrige Zeit verbringt er mit Kongressvorträgen, Publikationen und Förderanträgen. Als Netzwerker hat er es im Sommer dieses Jahres mit anderen renommierten Rheumatologen geschafft, die bislang in Deutschland praktisch nicht vorhandene Osteoimmunologie bei der DFG als Schwerpunktprogramm durchzusetzen und so die Wissenschaft auf diesem Gebiet voranzutreiben.
Verbissenheit? Fehlanzeige. Vielmehr Fantasie und Begeisterungsfähigkeit zeichnen ihn aus: So tauft er eine Labormaus kurzerhand auf den Namen AGNES, wenn er von Journalisten für einen TV-Beitrag darum gebeten wird. Oder er verbringt ganze Sitzungen mit der Inspektion seines iPhones, weil er von dem neuen Mobile gerade absolut begeistert war.
Enthusiastisch geht er auch sein Sprecheramt im Kompetenznetz Rheuma an, das er ab Januar 2010 von Ulf Müller-Ladner übernimmt. Für die zwei Jahre verspricht er: „Wir werden Einiges bewegen.“ Das glaubt man ihm sofort.
Sandra Wittig, 17.12.2009 |
(c) 2010 Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie e.V., Letzte Änderung am 23.12.2009