Folgende Kriterien hat die Arbeitsgemeinschaft der Regionalen Kooperativen Rheumazentren in Deutschland zur Verdachtsdiagnose auf eine entzündlich-rheumatische Erkrankung erarbeitet.
Diese Kriterien sollen Behandelnde, Überweisende oder Hausärzte unterstützen, die Krankheiten so früh wie möglich zu erkennen. Betroffene Patienten sollten bei Zutreffen der Kriterien sofort in die Frühdiagnose-Sprechstunden überwiesen werden.
Frühe Rheumatoide Arthritis
- neu oder wiederholt aufgetretene weiche Schwellung eines oder mehrerer Gelenke
und zusätzlich eines der beiden Kriterien:
- Morgensteifigkeit der Gelenke während mindestens oder mehr als 30 Minuten
- erhöhte Entzündungsparameter wie (BSG und/oder CRP)
Frühe Spondyloarthritis
- neu aufgetretener oder chronischer (seit mehr als 3 Monaten und nicht länger als 2 Jahre) tiefsitzender Rückenschmerz
- Beginn des Rückenschmerzes vor dem 45. Lebensjahr
und zusätzlich eines der folgenden Kriterien:
- entzündlicher Rückenschmerz, der sich bei Bewegung bessert,
nachts oder morgens auftritt und mit Morgensteifigkeit im Rücken von
mehr als 30 Minuten verbunden ist
- positiver Nachweis von HLA-B-27