
Das Immunsystem im Visier
Die thematischen Schwerpunkte in der Experimentellen Rheumatologie sind, die Immunzellen, die Botenstoffe und die Mechanismen, die in ‚gesunden’ Immunreaktionen ebenso wie in den außer Kontrolle geratenen Autoimmunreaktionen ‚mitspielen’.
Entstehung von Autoimmunerkrankungen
Als eine von mehreren möglichen Ursachen oder Auslösern von Autoimmunreaktionen wird die unzureichende Erkennung und Beseitigung von sterbenden Zellen erforscht.
Z Rheumatol 64: 370–376 (2005), L.E. Munoz, M. Herrmann, U.S. Gaipl
T-Zellen
T-Zellen, und von denen jeweils ganz spezifische Populationen, haben zentrale Kontrollfunktionen in der rheumatischen und chronischen Entzündung. Sie aktivieren und regulieren auch die ‚gesunden’ Reaktionen des Immunsystems und sind für die Toleranz verantwortlich und bilden Gedächtnis T-Lymphozyten.
Z Rheumatol 64: 377–382 (2005), U. Wagner, H. Schulze-Koops
B-Zellen
B-Zellen entwickeln sich nach ihrer Aktivierung zu Plasmazellen, die Antikörper produzieren, also im Krankheitsfall auch autoreaktive Antikörper. Aus B-Zellen entwickeln sich langlebige Plasmazellen, die ganz entscheidend an der Aufrechterhaltung der Autoimmunreaktion beteiligt sind.
Z Rheumatol 64: 389–395 (2005), F. Hiepe, T. Dörner
Dentrische Zellen, Cytokine, Fibroblasten, Osteoblasten
Weitere Komponenten, wie dendritische Zellen, die Cytokine, sowie die Zellen am Ort der Entzündung wie Fibroblasten oder Osteoblasten sind alle Bestandteil von gezielten und kollaborativen Forschungsprojekten in Deutschland sowie auf internationaler Ebene.
Z. Rheumatol 64: 396-401 (2005), U. Müller-ladner, T. Pap
Immungenetik
Schließlich bietet die Immungenetik wichtige Hinweise, welche speziellen Zellen, Moleküle und genetischen Regulatoren oder Dispositionen an den Autoimmunreaktionen beteiligt sind und liefert viele Kandidaten für diagnostische oder prognostische Marker.
Z Rheumatol 64: 402–407 (2005), I. Melchers