II. Medikamentöse antirheumatische Therapie
c. Basistherapeutika (DMARD)
Azathioprin
Einstufung der FDA: D (Erläuterungen zur Einstufung der FDA, mehr)
Fertilität: Keine Besonderheiten.
Teratogenität: Im Tierversuch teratogen, bei Menschen jedoch in mehreren Studien und Fallserien bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen und SLE keine erhöhte Rate an Missbildungen (23 - 25).
Schwangerschaftsverlauf: In den gleichen Studien keine Besonderheiten bezüglich des Schwangerschaftsverlaufes. Wegen einzelner Berichte von neonatalen Zytopenien bei hoher Dosis sollte eine Dosis von 1.5 – 2 mg/kg nicht überschritten werden (26). Es existieren Berichte über Frühgeburten und verringerte Geburtsgewichte nach mütterlicher Azathioprin-Exposition, insbesondere in Kombination mit Kortikosteroiden. Ferner liegen Berichte über spontane Aborte sowohl nach mütterlicher wie nach väterlicher Exposition vor.
Plazentagängigkeit: Gegeben, jedoch keine Umwandlung in den aktiven Metaboliten durch die fetale Leber.
Stillzeit: Substanz in der Muttermilch nachweisbar, gilt deshalb bisher in der Stillzeit als kontraindiziert (13, 14).
Besonderheit: Bei einer Kombination von Azathioprin mit Prednison wurde bei intrauterin exponierten Neugeborenen eine vorübergehende Beeinträchtigung der Immunreaktion festgestellt (27). Fallberichte deuten darauf hin, dass Intrauterinpessare (Spirale, Kupfer-T) unter einer Azathioprin-Therapie versagen können. Daher sind andere oder zusätzliche empfängnisverhütende Maßnahmen anzuraten (28).
Zusammenfassende Beurteilung