Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie e.V.
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Pharmakotherapie in der Schwangerschaft und Stillzeit


II. Medikamentöse antirheumatische Therapie

 

 

c. Basistherapeutika (DMARD)

 

Sulfasalazin

 

Einstufung der FDA: B (Erläuterungen zur Einstufung der FDA, mehr)

 

Fertilität: Reversible Oligospermie und Infertilität bei Männern (15), kann nach Absetzen 2 – 3 Monate anhalten. Bei Kinderwunsch drei Monate vor Konzeption absetzen.

 

Teratogenität: In üblicher Doserung keine erhöhte Rate bekannt (16,17).

 

Schwangerschaftsverlauf: Keine erhöhte Rate an Schwangerschaftskomplikationen, Frühgeburten, Aborten o.ä. bekannt.

 

Plazentagängigkeit: Gegeben, jedoch keine fetale Toxizität bekannt.

 

Stillzeit: Nur geringe Konzentrationen in der Muttermilch, deshalb Absetzen nicht notwendig (18).

 

Besonderheit: Folsäure-Substitution notwendig, da sonst (geringes) Risiko von Neuralrohrdefekten (19,20).

 

 

Zusammenfassende Beurteilung

  • Erfahrungen bei mehr als 2000 schwangeren Patientinnen mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen, gilt daher in diesem Krankengut als unbedenklich einsetzbar (16), Unbedenklichkeit durch Fall-Kontroll-Studie bestätigt (17)
  • Deshalb bei RA Mittel erster Wahl bei DMARD-Bedarf (und nicht zu hoher Aktivität)
  • Folsäure-Substitution obligat