Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie e.V.
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Pharmakotherapie in der Schwangerschaft und Stillzeit


II. Medikamentöse antirheumatische Therapie

 

 

c. Basistherapeutika (DMARD)

 

Antimalariamittel

 

Generell liegen mit Hydroxychloroquin (HCQ) im rheumatologischen Krankengut weit mehr Erfahrungen vor als mit Chloroquin.

 

Einstufung der FDA: HCQ  C (Erläuterungen zur Einstufung der FDA, mehr)

 

Fertilität: Keine nachteiligen Einflüsse bekannt.

 

Teratogenität: Im Tierversuch teratogen, jedoch beim Menschen in üblicher Dosierung keine erhöhte Rate bekannt (8.9,10,12).

 

Schwangerschaftsverlauf: Keine erhöhte Rate an Schwangerschaftskomplikationen, Frühgeburten, Aborten o.ä. bekannt (10, 11, 12)

 

Plazentagängigkeit: Gegeben, jedoch keine fetale Toxizität bekannt.

 

Stillzeit: Stillen unter HCQ in Normaldosis nach internationaler Expertenmeinung erlaubt (11,13).

 

 

Zusammenfassende Beurteilung

  • Aufgrund des offenkundig geringen Risikos und des hohen therapeutischen Nutzens sollte die Therapie mit HCQ bei SLE-Patientinnen in der Schwangerschaft und Stillzeit nach einhelliger Expertenmeinung fortgesetzt werden (7, 12, 13, 14).
  • Aufgrund der größeren Erfahrungen ist HCQ gegenüber Chloroquin vorzuziehen.
  • Formell beide Substanzen in Deutschland in der Schwangerschaft und Stillzeit nur zur Malariaprophylaxe zugelassen!