Medikamentöse Therapie:
Schwangerschaft
NSAR / Coxibe
Glukokortikoide
Antimalariamittel
Sulfasalazin
Cyclosporin A
Azathioprin
Methotrexat
Leflunomid
Cyclophosphamid
Mycophenolat-Mofetil
Biologika
andere Substanzen
Zusammenfassung
Literatur
Einstufung der FDA



Sonstige Stellungnahmen



Pharmakotherapie in der Schwangerschaft und Stillzeit

 

II. Medikamentöse antirheumatische Therapie

 

 

a. Nichtsteroidale Antirheumatika / Coxibe

 

Einstufung der FDA: 1./2. Trimenon B – C (substanzbezogen unterschiedlich); 3. Trimenon D (Erläuterungen zur Einstufung der FDA, mehr)

 

Fertilität: Durch Hemmung der Cyclooxygenase 1 und 2 kann der Eisprung verzögert oder verhindert werden (Einzelfallberichte, 1, Häufigkeit unbekannt); Einnahmepause um den Follikelsprung evtl. sinnvoll. Implantationsstörungen sind beschrieben.

 

Teratogenität: Nicht gegeben (Ausnahme: Indometacin in hoher Dosis).

 

Schwangerschaftsverlauf: Durch Prostaglandinsynthesehemmung bei Anwendung im letzten Trimester als Folge der Wehenhemmung prolongierte Schwangerschaft und Geburt sowie durch die Thrombozytenaggregationshemmung verstärkte Blutungsneigung (bei Coxiben nur bedingt möglich, da in therapeutischen Dosen kein Einfluss auf die Thrombozytenaggregation) bei der Mutter und beim Kind (unreifes Neugeborenes) möglich.

 

Plazentagängigkeit: Gegeben. Deshalb in Einzelfällen verminderte renale Durchblutung mit geringerer fetaler Urinproduktion und Oligohydramnie berichtet (2), ab der 27. Schwangerschaftswoche Gefahr einer vorzeitigen Konstriktion des Ductus arteriosus in utero mit persistierender pulmonaler Hypertonie mit und ohne Trikuspidalinsuffizienz (3), besonders bei unreifen Neugeborenen gesteigerte Blutungsneigung, auch mit intrakraniellen Blutungen.

 

Stillzeit: Stillen unter herkömmlichen NSAR mit kurzer Halbwertszeit bei reifen Kindern erlaubt, optimal Einnahme zum Zeitpunkt des Stillens.

 

Besonderheiten: Die Cyclooxygenase-(COX)-2-selektiven Hemmstoffe sind in der Schwangerschaft beim Menschen nicht geprüft, ein Wechsel von diesen Substanzen auf herkömmliche NSAID bei Eintritt einer Schwangerschaft wird daher empfohlen.

 

Azetylsalizylsäure (ASS) bis 100 mg/Tag kann bei Antiphospholipidsyndrom bis zum Geburtstermin empfohlen werden (38).

 

 

Zusammenfassende Beurteilung

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