Behandlungschancen
Therapie-Empfehlungen



Methotrexat

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Wie wird die Behandlung mit Methotrexat durchgeführt?

 

Methotrexat wird immer nur 1-mal pro Woche entweder als Tablette unabhängig von den Mahlzeiten oder als  Spritze gegeben. Das ist anders als bei anderen Medikamenten. Nehmen Sie Methotrexat nie in kürzeren Abständen als einmal pro Woche ein.

 

 

Wann tritt eine Wirkung ein?

 

Die meisten Patienten merken eine Besserung nach 4 bis 8 Wochen. Wenn die Wirkung nicht ausreicht, dann entscheidet Ihr Arzt über eine Dosissteigerung.

 

 

Woran merken Sie, dass die Behandlung mit Methotrexat wirkt?

 

Nach einigen Wochen gehen die Schmerzen und Schwellungen zurück. Morgensteifigkeit und Müdigkeit nehmen ab. Die Belastbarkeit steigt. Oft bessern sich auch die Entzündungszeichen im Blut, wie z. B. die Blutsenkung.

 

 

Wie lange wird die Behandlung mit Methotrexat durchgeführt?

 

Es ist notwendig, dass die Behandlung mit Methotrexat langfristig erfolgt. Sie wirkt nur, wenn Sie Ihr Methotrexat regelmäßig einnehmen. Die Behandlung muss auch dann fortgeführt werden, wenn es Ihnen besser geht. Sonst kann sich die Krankheit wieder verschlimmern.

 

 

Was passiert, wenn die Behandlung mit Methotrexat nicht wirkt?

 

Erst nach 4 Monaten kann man die Methotrexatbehandlung sicher beurteilen. Wenn die Behandlung mit Methotrexat nicht ausreichend wirkt, wird Ihr Arzt die Therapie ändern. Nach Absetzen von Methotrexat kann es zu einem Krankheitsschub kommen. Er lässt sich durch entsprechende Behandlungsmaßnahmen abfangen.

 

 

Können Nebenwirkungen auftreten?

 

Bei jeder wirksamen Behandlung können unerwünschte Wirkungen auftreten. Das gilt auch für die Methotrexattherapie. Daher ist eine ständige Kontrolle der Behandlung durch Ihren Hausarzt notwendig. Nur so kann er evtl. auftretende Nebenwirkungen rechtzeitig erkennen und die erforderlichen Maßnahmen ergreifen. Dann bilden sich die Nebenwirkungen in der Regel vollständig zurück. Die meisten der im Beipackzettel erwähnten Nebenwirkungen sind selten. Nicht jede Nebenwirkung zwingt zum Abbruch der Therapie. Zur besseren Verträglichkeit kann 1 Tablette Folsäure am Tag nach der Methotrexat-Einnahme gegeben werden.

 

 

Auf welche Nebenwirkungen müssen Sie selbst achten?

 

Sofort müssen Sie sich in ärztliche Behandlung begeben, wenn eines der folgenden Warnzeichen auftreten sollte:

Fieber    Luftnot    Reizhusten

 

Relativ häufig kommt es zu Entzündungen der Mundschleimhaut. Es können auch Übelkeit, Erbrechen und Durchfall auftreten. Manche Patienten nehmen an Gewicht ab. Selten kann ein leichter Haarausfall auftreten. Wenn Sie eine dieser Erscheinungen oder andere ungewohnte Beschwerden beobachten, sollten Sie Ihren Arzt spätestens vor der nächsten Tabletteneinnahme oder Spritze informieren.

 

 

Welche Nebenwirkungen bemerkt Ihr Arzt?

 

Der Arzt achtet auf Haut- und Schleimhautveränderungen. Durch Blutuntersuchungen kann er Veränderungen an der Leber, an den Nieren und an der Blutbildung feststellen.

 

 

Wie oft müssen die Kontrolluntersuchungen durchgeführt werden?

1. Monat:        2. und 3. Monat:    ab 4. Monat:
jede Woche    alle 2 Wochen        alle 4 Wochen

 

 

Was passiert, wenn Sie eine Tabletteneinnahme vergessen oder eine Spritze verpasst haben?

 

Sollten Sie wirklich einmal eine Tabletteneinnahme oder Spritze versäumt haben, sollten Sie diese so schnell wie möglich nachholen. Die nächste Einnahme oder Spritze verschiebt sich entsprechend. Falls Sie sich wegen der weiteren Behandlung unsicher sind, fragen Sie Ihren Arzt. Die Tabletteneinnahme bzw. die Spritze darf allerdings nicht häufiger vergessen werden, sonst ist der Behandlungserfolg gefährdet.

 

 

Was müssen Sie während der Methotrexatbehandlung besonders beachten?

 

Sie sollten während der Methotrexatbehandlung möglichst keinen Alkohol trinken. Informieren Sie Ihren Arzt über alle Medikamente, die Sie einnehmen.

 

 

Schwangerschaft und Stillzeit

 

Was ist außerdem noch während der Behandlung zu beachten?

 

Impfungen sollten während der Methotrexatbehandlung nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt erfolgen. Eine Impfung mit Lebendimpfstoffen sollte während der Therapie nicht erfolgen. Vermeiden Sie eine intensive Sonneneinstrahlung.

 

 

Bei weiteren Fragen rufen Sie uns bitte an!

Herausgeber: Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie (Stand Januar 2008). Weitere Informationen zur Behandlung finden Sie unter www.dgrh.de/therapieueberwachung

Der Rheuma-Wegweiser

 

Info-Flyer: Warum zum Rheumatologen gehen?

 

Info-Flyer: Kinderrheuma

 

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