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Wie wird die Behandlung mit Goldspritzen durchgeführt?
Die Behandlung erfolgt in 3 Stufen. Zunächst erhalten Sie eine Testdosis. Damit wird eine mögliche Goldallergie festgestellt. Danach beginnt die Sättigungsphase. In dieser Zeit bekommen Sie in jeder Woche 1 oder 2 Spritze(n).
Anschließend folgt die Erhaltungstherapie. Jetzt bekommen Sie in jeder 2. Woche eine Spritze. Die Goldspritzen werden in den Gesäßmuskel gegeben.
Aufsättigungsphase Erhaltungstherapie
1. Woche 2. Woche 3. bis ... Woche ab ... Woche
jede Woche jede 2. Woche
1 Spritze 10 mg 1 Spritze 20 mg 1 Spritze 50 mg 1 Spritze 50 mg
Wozu dient der Therapiepass (Goldpass)?
Zur Überwachung der Behandlung erhalten Sie einen Pass, in dem jede Spritze mit Datum und Dosis eingetragen wird. Auch Kontrolluntersuchungen werden darin vermerkt.
Wann tritt die Wirkung ein?
Die meisten Patienten merken eine Besserung nach 6 bis 8 Wochen. Bei einigen kann es bis zu 3 Monaten dauern, bis eine Wirkung zu spüren ist.
Woran merken Sie, dass die Behandlung mit Goldspritzen wirkt?
Nach einigen Wochen gehen die Schmerzen und Schwellungen zurück. Morgensteifigkeit und Müdigkeit nehmen ab. Die Belastbarkeit steigt. Oft bessern sich auch die Entzündungszeichen im Blut, wie z. B. die Blutsenkung.
Wie lange wird die Behandlung mit Goldspritzen durchgeführt?
Es ist notwendig, dass die Behandlung mit Goldspritzen langfristig erfolgt. Sie wirkt nur, wenn Sie Ihre Goldspritzen regelmäßig bekommen. Die Behandlung muss auch dann fortgeführt werden, wenn es Ihnen besser geht. Sonst kann sich die Krankheit wieder verschlimmern.
Was passiert, wenn die Behandlung mit Goldspritzen nicht wirkt?
Erst nach 6 Monaten kann man sicher beurteilen, ob die Wirkung der Behandlung mit Goldspritzen ausbleibt. Wenn die Behandlung nicht ausreichend wirkt, wird Ihr Arzt die Therapie ändern.
Können Nebenwirkungen auftreten?
Bei jeder wirksamen Behandlung können unerwünschte Wirkungen auftreten. Das gilt auch für die Therapie mit Goldspritzen. Daher ist eine ständige Kontrolle der Behandlung durch Ihren Hausarzt notwendig. Nur so kann er evtl. auftretende Nebenwirkungen rechtzeitig erkennen und die erforderlichen Maßnahmen ergreifen. Dann bilden sich die Nebenwirkungen in der Regel vollständig zurück. Nicht jede Nebenwirkung zwingt zum Abbruch der Therapie. Die meisten der im Beipackzettel erwähnten Nebenwirkungen sind selten.
Welche Nebenwirkungen können auftreten?
Nicht selten können Juckreiz oder ein Hautausschlag auftreten. Achten Sie auch auf schmerzhafte Bläschen oder Entzündungen im Mund und/oder Rachen. Informieren Sie unbedingt Ihren Arzt über diese Nebenwirkungen, bevor Sie die nächste Spritze gesetzt bekommen. Falls bei Ihnen ein ungewohntes Zahnfleischbluten oder nicht erklärliche „blaue Flecken" auftreten, sollten Sie unverzüglich Ihren Arzt aufsuchen. Diese Veränderungen können ein Zeichen für einen bedrohlichen Mangel an Blutplättchen sein. Glücklicherweise tritt diese Goldnebenwirkung äußerst selten auf. Manchmal tritt ein Metallgeschmack auf, der aber eher harmlos ist. Am Tag der Injektion können Gliederschmerzen spürbar sein. Diese Beschwerden sind nicht gefährlich und eher ein Zeichen der Wirkung.
Welche Nebenwirkungen bemerkt Ihr Arzt?
Der Arzt achtet auf Haut- und Schleimhautveränderungen. Durch Blutuntersuchungen kann er Veränderungen an der Leber, an den Nieren und an der Blutbildung feststellen. Besonders wichtig ist auch eine regelmäßige Urinuntersuchung. Falls bei Ihnen Nebenwirkungen im Zusammenhang mit der Goldbehandlung auftreten, entscheidet Ihr Arzt über die weitere Behandlung.
Wie oft müssen die Kontrolluntersuchungen durchgeführt werden?
1. – 3. Monat ab 4. Monat
alle 2 Wochen alle 4 Wochen
Wenn Sie ungewohnte Beschwerden während der Goldtherapie bemerken, informieren Sie Ihren Hausarzt spätestens vor der nächsten Spritze.
Was passiert, wenn Sie eine Spritze verpasst haben?
Wenn Sie wirklich einmal eine Spritze versäumt haben, muss diese nachgeholt werden. Allerdings darf die Spritze nicht häufiger vergessen werden, da sonst der Behandlungserfolg gefährdet ist.
Was ist außerdem noch während der Behandlung zu beachten?
Bei weiteren Fragen rufen Sie uns bitte an!
Herausgeber: Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie (Stand Januar 2008). Weitere Informationen zur Behandlung finden Sie unter www.dgrh.de/therapieueberwachung