Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie e.V.
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Cyclophosphamid

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Ihnen wird als immunsuppressives Medikament Cyclophosphamid empfohlen:

 

Wie wird die Behandlung mit Cyclophosphamid durchgeführt?

 

Die Behandlung mit Cyclophosphamid kann entweder mit Tabletten (Cyclophosphamid-Dauertherapie) oder als Infusion (Cyclophosphamid-Bolustherapie) erfolgen. Über die für Sie richtige Therapieform entscheidet Ihr Arzt.

 

[ ]    Cyclophosphamid-Dauertherapie: Dosis:       mg oder      Tabletten mit
jeweils       mg morgens

 

[ ]     Cyclophosphamid-Bolustherapie: Sie erhalten in der Regel alle      Wochen eine Infusion.

 

 

Wann tritt die Wirkung ein?

 

Bei der Cyclophosphamid-Dauertherapie merken die meisten Patienten eine Besserung nach etwa 2 - 4 Wochen, bei der Cyclophosphamid-Bolustherapie ist eine Wirkung nach der 2. oder 3. Infusion zu erwarten. Wenn die Wirkung nicht ausreicht, dann entscheidet Ihr Arzt über eine höhere Dosis.

 

 

Wie lange wird eine Cyclophosphamidbehandlung durchgeführt?

 

Es ist notwendig, dass die Cyclophosphamidbehandlung langfristig erfolgt. Sie wirkt nur, wenn Sie Ihr Cyclophosphamid regelmäßig einnehmen bzw. ihre Infusion regelmäßig bekommen. Die Behandlung muss auch dann fortgeführt werden, wenn es Ihnen besser geht. Sonst kann sich die Krankheit wieder verschlimmern.

 

 

Können Nebenwirkungen auftreten?

 

Bei jeder wirksamen Behandlung können unerwünschte Wirkungen auftreten. Das gilt besonders für die Cyclophosphamidtherapie. Daher ist eine ständige Kontrolle der Behandlung durch Ihren Arzt notwendig. Nur so kann er eventuell auftretende Nebenwirkungen rechtzeitig erkennen und die erforderlichen Maßnahmen ergreifen. Dann bilden sich die Nebenwirkungen in der Regel vollständig zurück.

 

 

Auf welche Nebenwirkungen müssen Sie selbst achten?

 

Sofort müssen Sie sich in ärztliche Behandlung begeben, wenn eines der folgenden Warnzeichen auftreten sollte:

  • Fieber

  • Luftnot

  • Reizhusten

  • Halsentzündung

  • blutiger Urin

  • Schmerzen b. Wasserlassen

 

 

Welche Nebenwirkungen bemerkt Ihr Arzt?

 

Durch Blutuntersuchungen kann er Veränderungen an der Blutbildung und an der Leber feststellen. Achten Sie mit auf die weißen Blutkörperchen (Leukozyten). Sie dürfen nicht unter 3000/μl sinken. Auch eine Urinkontrolle ist notwendig. Falls bei Ihnen Nebenwirkungen im Zusammenhang mit der Cyclophosphamidbehandlung auftreten, entscheidet Ihr Arzt  über die weitere Behandlung. Nicht jede unerwünschte Wirkung zwingt zum Abbruch der Therapie.

 

 

Wie oft müssen die Kontrolluntersuchungen durchgeführt werden?

 

[ ] Cyclophosphamid-Dauertherapie
    x pro Woche Blutuntersuchung (Leukozyten < 3 000/μl ?)
    x pro Woche Urinuntersuchung

 

[ ] Cyclophosphamid-Bolustherapie
Blutuntersuchung am 8., 10. und 12. Tag nach der Infusion, eventuell in Abhängigkeit von den Werten auch häufiger, Urinuntersuchung

 

Zur Kontrolle Ihrer Behandlung werden die Medikamentendosis und die Laborwerte in einen Therapiepaß eingetragen

 

 

Was müssen Sie während der Behandlung mit Cyclophosphamid besonders beachten?

 

Cyclophosphamid kann die Blase schädigen. Deswegen müssen Sie während der Therapie viel trinken! Besprechen Sie die notwendige Trinkmenge mit Ihrem Arzt. Zusätzlich bekommen Sie ein Medikament, das die Blasenschleimhaut schützt. Der Wirkstoff heißt Mesna.

 

[ ] Mesna __________________ bei Cyclophosphamid-Dauertherapie
Dosis:                      morgens                   abends

 

[ ] Mesna __________________ bei Cyclophosphamid-Bolustherapie
Dosis:        bei der Infusion,         nach 4 Stunden,         nach 8 Stunden

 

 

Schwangerschaft und Stillzeit

  • Eine Schwangerschaft sollte während der Behandlung mit Cyclophosphamid und in den ersten 6 Monaten nach Absetzen des Medikamentes sicher verhütet werden.

  • Männer dürfen während der Behandlung mit Cyclophosphamid und in den ersten 6 Monaten nach dem Absetzen kein Kind zeugen.

  • Bei Frauen und Männern kann es durch die Cyclophosphamidtherapie zu einer vorübergehenden oder bleibenden Unfruchtbarkeit kommen. Bei noch bestehendem Kinderwunsch wird Ihr Arzt mögliche Alternativen erörtern.

  • Cyclophosphamid geht in die Muttermilch über. Stillen ist deshalb während der Behandlung nicht erlaubt.

 

 

Was ist außerdem noch während der Behandlung zu beachten?

 

Impfungen sollten während der Behandlung mit Cyclophosphamid nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt erfolgen. Informieren Sie Ihren Arzt über alle Medikamente, die Sie einnehmen. Bei der Cyclophosphamid-Therapie besteht ein erhöhtes, dosisabhängiges Risiko für spätere Tumorerkrankungen. Deshalb ist auch nach Abschluss der Behandlung eine weitere regelmäßige Kontrolle durch Ihren Arzt notwendig.

 

 

Bei Fragen rufen Sie uns bitte an!

 

 

Herausgeber: Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie (Stand Januar 2008). Weitere Informationen zur Behandlung finden Sie unter  www.dgrh.de/therapieueberwachung.